Mai 2026

ESS–SHARE–GGP Meeting 2026 in Wien: Ein voller Erfolg

Wir bedanken uns herzlich bei allen Referentinnen und Referenten sowie Teilnehmenden für die lebhaften Diskussionen und den bereichernden Austausch.

Am 8. Mai 2026 fand das ESS–SHARE–GGP Joint User Meeting am Institut für Höhere Studien (IHS) in Wien statt. Die gemeinsame Veranstaltung der drei großen europäischen Surveyprogramme – European Social Survey (ESS), SHARE und das Generations and Gender Programme (GGP) – bot Forscherinnen, Forschern und Interessierten eine Plattform zum Austausch aktueller Arbeiten und Ergebnisse.

Den Auftakt bildeten Keynotes zu den drei Surveyprogrammen: Peter Grand (IHS Wien) stellte den ESS vor, Michael Radhuber (JKU Linz) präsentierte den aktuellen Stand der Verknüpfung von SHARE-Daten mit dem Austrian Micro Data Centre (AMDC), und Sonja Dörfler-Bolt und Norbert Neuwirth (Universität Wien) gaben einen Überblick über das GGP.

Der erste Themenblock widmete sich Geschlecht, Arbeit und sozialer Ungleichheit. Pia Schober (Universität Tübingen) untersuchte graduelle Geschlechtsidentitäten in 26 europäischen Ländern auf Basis von ESS-Daten, Marie-Fleur Philipp (Universität Tübingen) analysierte den Zusammenhang zwischen Geschlechternormen und Klimasorgen, und Valeria Bordone (Universität Wien) präsentierte aktuelle Befunde zu Kontakthäufigkeit und Nähe zwischen älteren Eltern und erwachsenen Kindern in Europa.

Im zweiten Block zu Altern, Gesundheit und Langzeitpflege präsentierte Nicole Halmdienst (JKU Linz) die Studie „Are Austrians Ageing Healthily?“, die auf Basis von SHARE-Daten (2011–2022) zeigt, dass funktionelle Einschränkungen in Österreich stagnieren oder leicht zurückgehen – ein Befund, der im Widerspruch zu nationalen Gesundheitssurveys steht und auf Erhebungsmodeneffekte hinweist. Beatrice Fabiani de Leva (Universität Triest) analysierte, wie unterschiedliche nationale Bedarfsprüfungssysteme ähnliche Pflegebedürftigkeit in sehr unterschiedliche Leistungsansprüche übersetzen. Yuri Pettinicchi (Universität Groningen) verglich die Stichproben von SHARE und GGP für die Geburtskohorte 1950–1965.

Der dritte Block zu Familie, Fertilität und reproduktiver Autonomie umfasste Beiträge von Lukas Gutmorgeth (Universität Wien) zu chronischen Erkrankungen und Fertilitätsabsichten, Isabella Buber-Ennser (Österreichische Akademie der Wissenschaften) zur Messung reproduktiver Autonomie (SDG 5.6.1) sowie Claudia Herbst und Norbert Neuwirth (beide Universität Wien) zu Wohnarrangements nach Trennung und den Auswirkungen globaler Krisen auf Fertilitätsabsichten.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Referentinnen und Referenten sowie Teilnehmenden für die lebhaften Diskussionen und den bereichernden Austausch.

Zum Nachlesen können Sie hier das Programm und die Präsentationen herunterladen.

Das Publikum umfasste etwa 40 Personen