EU-Demografiebericht 2026: Europas Zukunftsplanung baut auf SHARE-Daten
Am 14. Juli 2026 hat die Europäische Kommission in Brüssel den Demografiebericht 2026 vorgestellt. Für zentrale Projektionen des Berichts dienen SHARE-Daten als Grundlage — ein Beleg dafür, dass SHARE zum wissenschaftlichen Fundament gehört, auf dem Europa seine Zukunft plant.
Bei einem hochrangig besetzten Event kamen Politik, Wissenschaft und internationale Fachleute zusammen, um zu diskutieren, wie der demografische Wandel Europas Zukunft prägt — und wie er sich gestalten lässt. Vorgestellt wurde der Bericht von Kommissarin Dubravka Šuica. Er analysiert, wie sich die Alterung der Gesellschaft auf Beschäftigung, Gesundheit, Langzeitpflege, regionale Entwicklung und die öffentlichen Finanzen auswirkt — und betont zugleich die Chancen eines längeren, gesünderen Lebens.
Die Ausgangslage — und die gute Nachricht
Der Bericht macht die Herausforderung greifbar: Zwischen 2025 und 2050 verliert die EU im Schnitt rund 1,2 Millionen Menschen im Erwerbsalter — pro Jahr. Die entscheidende Botschaft ist jedoch eine ermutigende: Europas Wohlstand und internationale Wettbewerbsfähigkeit hängen nicht an der Bevölkerungszahl, sondern an Produktivität, Bildung und Innovation — daran, wie klug wir mit dem Wandel umgehen.
Demografischer Wandel ist kein Schicksal, sondern eine Gestaltungsaufgabe. Wer sie lösen will, braucht verlässliche Daten.