März 2026

Wie hängen Kognition und Depression im Alter zusammen?

Neues online Seminar der SISS beleuchtet mentale Gesundheit im Lebensverlauf.

Wann:

25. März 2026 von 16:00 – 16:55 Uhr

Inhalt:

Depression, Angststörungen und kognitive Einschränkungen zählen zu den häufigsten Beschwerden im höheren Lebensalter – und treten oft gemeinsam auf. Doch welches dieser Probleme kommt zuerst, und welche Faktoren erhöhen das Risiko am stärksten? Diesen Fragen widmet sich das nächste Seminar der SHARE International Seminar Series.

Referent ist Stephen R. Aichele, Ph.D., Forschungsprofessor an der Colorado State University (Department of Human Development and Family Studies) mit Zweitberufung in Epidemiologie an der Colorado School of Public Health. Auf Basis der großangelegten europäischen Längsschnittstudie SHARE (Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe) kombiniert er dynamische Strukturmodelle mit Machine-Learning-Verfahren, um das Wechselspiel zwischen kognitiver Leistungsfähigkeit und affektiven Störungen über die Lebensspanne zu analysieren.

Im Mittelpunkt steht die Frage, ob nachlassende Kognition spätere depressive Entwicklungen begünstigt – oder umgekehrt. Ergänzend werden mehr als 50 soziodemografische, gesundheitliche und soziale Einflussfaktoren auf ihre Vorhersagekraft hin verglichen, darunter auch soziale Netzwerke. Besonderes Augenmerk liegt auf Unterschieden zwischen den Geschlechtern und auf der Frage, welche Faktoren das kurzfristige Risiko am zuverlässigsten abbilden.